„Klassische“ Videospiele können das heimische Unterhaltungsangebot in einem hohen Maße steigern, keine Frage. Die Wii aus dem Hause Nintendo konnte dieses „klassische“ Unterhaltungskonzept allerdings nochmals lockern und für einen erheblichen Umschwung innerhalb der Gamerszene sorgen.

Mit ihrem einzigartigen Konzept aus hochwertigen Hardwarekomponenten, cleveren Softwareapplikationen und den weltberühmten Controllern konnte die Wii in vielen Haushalten einen frischen Wind bei dem Videospielgenuss einziehen lassen.

Dies ist mittlerweile allerdings schon gut sechs Jahre her! Höchste Zeit also, mit Nachschub alle bewegungsfreudigen Zockerherzen zu versorgen. Mit der „Wii Mini“ will dem Technikgiganten und Spieleprofi aus dem fernen Japan genau dies gelungen sein.

Was die Wii Mini besonders macht, ob sie sich trotz ihrer Kompaktheit zum Daddeln anspruchsvoller Games eignet und wie sich die Plattform von Nintendo gegen Playstation & Co. behaupten kann, verraten die folgenden Zeilen.

Grundkonzept und Grundfunktionen

Die Wii Mini stellt – vereinfacht ausgedrückt – den Polo in der Konsolenflotte aus dem Hause Nintendo dar. So fällt das Modell grundsätzlich wesentlich kompakter und handlicher aus, muss dafür an der einen oder anderen Stelle jedoch auch Einbußen bei der Ausstattung hinnehmen.

So wird von vielen Kritikern bemängelt, die kleine Wii habe nicht die gleiche grafische Leistung wie dessen größere Geschwistermodelle, die Wii und die Wii U, an Bord. Bei dem letztendlichen Spielfluss zeigt sich jedoch kein Unterschied: Weder die Bildqualität noch der Bildfluss hebt sich beim Spielen mit der Wii Mini von denen der „richtigen“ Wiis ab. Auch das Spielangebot für die kleine Wii kann mit dem der normalen Versionen mühelos Schritt halten. Vorteilhaft also für alle, die ihre bisherigen Videospiele auf der Wii Mini weiter spielen möchten.

Wie bereits erwähnt, ist die Wii Mini zudem wesentlich handlicher gehalten, musste dafür aber auch einige Abstriche verkraften. So fehlt nun auch ein Einschubfach für die CDs, DVDs und sonstigen Discs. Anstelle dessen tritt nun ein „Toploader“ in Aktion. Wer die Spielstation als Zwischenelement in einem ganzen Turm aus weiteren Heimkinoelementen (etwa DVD-Player, Soundbar und Festplattenzentrale) unterbringen möchte, sollte also unbedingt den aufspringenden Deckel beim Einlegen der Spielscheiben beachten.

Des Weiteren fehlen bei der neuen Wii ein Internetzugang und ein Kartenleseschacht. Letzterer unterbindet die Nutzung „fremder“ Software, sprich illegal oder selbst erstellter Programme. Diese Einschränkung macht übrigens durchaus Sinn, denn bei den Vorgängermodellen endeten viele Versuche, die Wii aufzutunen wohl in fatalen Systemausfällen, für die auch der Hersteller nicht mehr aufkommen wollte.

Die verschwundene Internetkompatibilität bietet wiederum Vor- und Nachteile: Einerseits dürfen keine Freunde in der „realen“ Welt kontaktiert und Erfolge geteilt werden – was vom verantwortungsvollen Nutzer schnell kritisiert werden könnte. Andererseits birgt diese „Nichtnetzwerkkompatibilität“ auch einen großen Vorteil: Jüngeren Spielern dürfen Eltern die Konsole ohne schlechten Gewissen in die Hände drücken. Die allseits bekannten Gefahren des Internets werden mit der Minilösung schließlich schon im Voraus aus dem Spielzimmer gehalten.

Fazit

Mit der Wii Mini ist Nintendo eine sehr moderne und vor allem preisgünstige Neugestaltung des revolutionären Konzeptemix aus Videospiel- und Bewegungsspaß gelungen. Mittlerweile gibt es die Kleinstvariante übrigens nicht nur in Schwarz-Rot, sondern auch in Blau und in Grau zu haben – hier hat Nintendo wohl auf die große Nachfrage und den Wunsch seiner Kunden nach farblicher Vielfalt reagiert. Wer also einen modernen, aber nicht ultimativ-hochauflösenden, Spielgenuss für sich oder seine Kinder sucht, ist mit der Wii Mini bestens beraten. Hinzu kommt schließlich noch der Fakt, dass sich das Mini-Modell mit einem Gewicht von gerade einmal 1,3 Kilogramm auch bestens als Unterhaltungsplattform auf Reisen eignet!